04.02.10 Bericht in der WAZ Gladbeck
24-Stunden-Lauf für den Ballon
Der Erlös einer Spendenaktion auf dem Gelände der Maschinenhalle Zweckel soll in das Schachtzeichen-Projekt fließen
Bericht in der WAZ Gladbeck vom 04.02.2010 von Jenny Busche
Nachteulen dürften sich auf dieses Ereignis freuen: 24 Stunden dauert der Spendenlauf auf dem Gelände der Maschinenhalle Zweckel, der am 24. April um 18 Uhr beginnt. Gesammelt wird für eine Ruhr 2010-Aktion: Mehrere hundert gelbe Helium-Ballons werden vom 22. bis 30. Mai über ehemaligen Zechenstandorten aufsteigen, fünf sollen es in Gladbeck sein.
Und weil für jeden Ballon Kosten in Höhe von 5000 Euro anfallen, hat die Gladbeckerin Regina Karlowski vorgeschlagen, einen Spendenlauf zu organisieren. Abgeguckt hat sie sich die Sache in Oberhausen: „Da hat das hervorragend geklappt." Einen Ballon könne man dort mit dem erlaufenen Geld auf jeden Fall finanzieren. Und dieses Ziel hat der Veranstalter VfL Gladbecker auf für den hiesigen Lauf ausgegeben.
Mitmachen können nicht nur geübte Jogger. „Wir haben bewusst eine kleine Runde gewählt - die kann jeder schaffen", sagt Stadtsprecher Peter Breßer-Barnebeck.Wer möchte, kann auch mit Nordic-Walking-Stöcken an den Start gehen. Etwa 400 Meter ist die Strecke lang, für jede Runde wird ein Euro fällig, mehr als zehn Euro müssen aber auch die eifrigsten Sportler nicht bezahlen. Jeder kann während der 24 Stunden loslegen, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Verbunden wird das Laufereignis mit der 3. Ausstellung „Kunst in der Maschinenhalle", bei der sechzig Künstler ihre Arbeiten zeigen. „Das kann sich doch nur gut ergänzen", ist Klaus Greuel, Vorsitzender der Kunstschmiede überzeugt.
Die Fun Runner des VfL Gladbeck haben ihre Laufbereitschaft ebenso zugesagt wie die erste Mannschaft der VfLHandballer, wie derVorsitzende Siegbert Busch berichtet. Auch Bürgermeister und Schirmherr Ulrich Roland möchte gleich am ersten Tag ab 18 Uhr an den Start gehen.
Mit einem Veranstaltungsprogramm sollen Zuschauer und Aktive unterhalten werden. „Wir suchen noch viele Gruppen, die ein Programm bieten", sagt Breßer-Barnebeck. Er hofft darauf, dass unter anderem die Trommelkinder der Uhlandschule, die schon beim Karstadt-Marathon dabei waren, für Stimmung sorgen. Auch für Verpflegung und medizinische Versorgung soll rund um die Uhr gesorgt werden.
Wenn die Läufer am 24. April starten, können sie sich schon einmal ansehen, wofür sie ihre Runden drehen: Der gelbe Ballon, um den es sich dreht, soll dann probeweise über der Maschinenhalle schweben.
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